[CPProt.net] Bewaffneter Kunstraub vor Aufklärung

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Sun Apr 10 07:38:53 CEST 2005


Bewaffneter Kunstraub vor Aufklärung

Im Zusammenhang mit dem Raub von Munch-Gemälden hat es eine Verhaftung
gegeben. Nach wie vor keine Spur von der Saliera. In Kärnten fahnden
Ermittler seit 1996 nach 13 Kogelnik-Köpfen. 

OSLO, WIEN, KLAGENFURT. Knapp acht Monate nach dem spektakulären Raub der
Gemälde "Der Schrei" und "Madonna" von Edvard Munch in Oslo sind die
Ermittler einen großen Schritt weiter: Ein Verdächtiger wurde gefasst. Die
Kunstwerke konnten zwar noch nicht gefunden werden, dennoch gibt sich die
norwegische Polizei diesbezüglich "optimistisch". Wie bekannt, waren die
weltberühmten Meisterwerke am helllichten Tag des 22. August vergangenen
Jahres von zwei bewaffneten Räubern gestohlen worden. Die Ermittler
schließen nicht aus, dass die Tat nur als Ablenkunksmanöver diente, um einen
kurz davor durchgeführten Geldraub zu verschleiern. 
Stichwort "Artnapping": Laut Exekutive wird allein in Österreich täglich ein
Kunstwerk gestohlen. Der bis dato größte Kunstdiebstahl ereignete sich
bekanntermaßen im Mai 2003 im Kunsthistorischen Museum: Unbekannte
schnappten sich Benvenuto Cellinis "Saliera", jenes Salzfass mit einem
Schätzwert von mehr als 50 Millionen Euro. 

Kunstdiebe in Kärnten 

Derzeit sei es auf diesem Kriminalitätssektor in unserem Bundesland relativ
ruhig, bescheinigen Kärntner Kriminalisten. Im Vorjahr konnte eine Reihe von
Kirchendiebstählen (am beliebtesten sind Barock-engerln) aufgeklärt werden.
Ein Ermittler erinnert sich: "Schlimm war es 1986/87, als zahlreiche
gotische Flügelaltäre, etwa in Bad St. Leonhard und Friesach, gestohlen
wurden." Ein Teil des Diebsguts konnte später bei italienischen Hehlern
sicher- gestellt werden. 
Spektakulär war auch ein Coup 1988: Aus dem Schloss Porcia in Spittal wurden
40 Bilder des bekannten Viktringer Künstlers Karl Truppe entwendet. Der
erste Millionen- Diebstahl zeitgenössischer Kunst in Österreich ereignete
sich 1996 in Reifnitz, als Kunstgegenstände von Kiki Kogelnig - darunter 13
"Venetian Heads" - verschwanden. 
J. Woschitz 

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